370 Liegeplätze | Yachthafen wird noch schöner – und teurer

Die Reparatur und  des Damper Yachthafes wird ein  heftiger Brocken – auch finanziell. Aber zweckmäßig, denn langfristig sei der Hafen profitabel, sagte Bürgermeisterin Barbara Feyock nach der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung.  Die gab – unter Vorbehalt – grünes Licht für die Modifizierung des Hafenumbaus, der jetzt mit netto 31,1 Millionen Euro veranschlagt wird – gegenüber den  bisher kalkulierten 24 Millionen. Vor einer endgültigen Entscheidung seien zusätzliche Fördermöglichkeiten zu prüfen.

So sieht eine Simulaton der Waterkant-Ingenieure aus, eine Arbeitsgemeinschaft, die nach öffentlicher europaweiter Ausschreibung den Auftrag für die Wiederherstellung des Hafens bekommen hat.
So sieht eine Simulaton der Waterkant-Ingenieure aus, eine Arbeitsgemeinschaft, die nach öffentlicher europaweiter Ausschreibung den Auftrag für die Wiederherstellung des Hafens bekommen hat.

 

Hauptgrund für die Kostensteigerung sind weitere Schäden an den Steganlagen im südlichen Bereich. Die sollen jetzt, wie auch die im nördlichen Teil und im Vorhafen, als schwimmende Steg-Anlagen gebaut werden.

An den insgesamt knapp 1500 Metern Schwimmstegen werden 370 Liegeplätze auf der 6600 Quadratmeter großen Wasserfläche entstehen.
An den insgesamt knapp 1500 Metern Schwimmstegen werden 370 Liegeplätze auf der 6600 Quadratmeter großen Wasserfläche entstehen.

Der höhere Wasserstand der Ostsee und schon leichte Fluten hatten zu Überspülungen der verbliebenen Stege geführt. Folge könnte sein, dass Boote nicht sicher vertäut werden und sich losreißen könnten –

mit den damit verbunden Sekundärschäden. Womöglich würde die neu zu errichtende technische Infrastruktur (Strom, Netzwerk usw) durch ein Überspülen zerstört. Die Schäden durch die Sturmflug im Oktober 2022 seien erheblich schlimmer als erwartet, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde und der Kurbetriebe Damp. Statt der veranschlagten 6,3 Millionen wird die Wiederherstellung des Hafens mit 11,8 Millionen kalkuliert.  Zusätzlich will die Gemeinde 500 000 Euro in einen Kran am Hafen investieren. Ein Vorhaben, für das es keinen Zuschuss des Landes gibt, weil die Erneuerung des Krans nicht im Zusammenhang mit der Sturmflug steht.

So sind die Liegeplätze im neuen Hafen geplant.
Noch Mmaximal 3 "Lebensjahre" werden den alten Molen gegeben, sie sind teilweise nur noch einen halten Meter hoch. Die neuen Molen (schwarz eingezeichnet) und vorgelagert, werden im Durchschnitt 3,40 Meter hoch. Sie werden von der Firma Ramboll gebaut.
Noch maximal 3 „Lebensjahre“ werden den alten Molen gegeben; sie sind teilweise nur noch einen halben Meter hoch. Die neuen Molen (schwarz eingezeichnet) und vorgelagert, werden im Durchschnitt 3,40 Meter hoch. Sie werden von der Firma Ramboll gebaut.

Veränderungen gibt es auch beim Aufbau der Molen. Statt wie bisher mit einer Spundwand zum Hafenbereich und einer Steinschüttung zur Ostsee wird aus Sicherheitsgründen die Molen durch eine Steinschüttung von durchschnittlich 3,40 gebaut und an prekären Punkten sogar vier Meter hoch werden. Die Mehrkosten für die Molen liegen bei rund 1,2 Millionen Euro. Allein der Rückbau der alten Mole wird 3,7 Millionen Euro kosten.

Feyock zufolge sind die Aufwendungen der Gemeinde für den Hafen sinnvoll, da der Betrieb profitabel sei. Es sei eine Investition für Jahrzehnte. Die Gemeinde hofft, über die bisherige 18-Millionen-Förderzusage des Landes für den Hochwasserschutz hinaus, Zuschüsse zu bekommen.

[shariff]